An der Steak-WM in Dublin zeichnete eine Jury gestern das beste Rindfleisch der Welt aus. Auch SVP-Nationalrat Mike Egger, gelernter Metzger, räumte ab.

Der St. Galler SVP-Nationalrat Mike Egger (26) hat gerne ein gutes Stück Fleisch auf dem Teller. Das beste Steak überliess er diese Woche aber einer Jury. Der gelernte Metzger nahm an der World Steak Challenge teil, einem Wettbewerb, an dem die besten Steaks der Welt ausgezeichnet werden.

Mit zehn sogenannten Premium-Cuts, also qualitativ besonders hochwertigen Stücken, ist Egger am Dienstag in die irische Hauptstadt Dublin gereist. Und zwei Tage später mit mehreren Auszeichnungen zurückgekehrt. Nichts für Hobby-Griller Die Steak-WM ist nichts für Hobby-Griller, sondern ein streng reglementierter Wettbewerb für Fleischproduzenten. Eingereicht werden dürfen nur Produkte, die es auch zu kaufen gibt. «Eine internationale Jury bewertet das Fleisch im rohen und im grillierten Zustand», erklärt der SVPler. «Was zählt, ist die Qualität des Fleischs – die Marmorierung, die Konsistenz, die geschmacklichen Nuancen.» Egger vertrat zusammen mit einer Kollegin der Migros-Metzg Micarna, bei der er seit mehreren Jahren als Projektentwickler arbeitet. «Die Konkurrenz ist jeweils extrem stark», meint Metzger Egger.

Bereits letztes Jahr trat er für seine Arbeitgeberin an der Steak-WM an und holte – als erster Schweizer Wettbewerbsteilnehmer – eine Auszeichnung. Dieses Jahr staubte das Schweizer Team ganze zehn Medaillen ab. «Wir sind mehr als zufrieden», sagt Egger. «Besonders stolz sind wir, dass wir mit unserem nachhaltigen und tierfreundlichen Bio-Weiderind-Filet mit der Weltspitze mithalten können.»

Das beste Steak der Welt kommt aus Finnland Die Steak-WM wird seit 2015 ausgetragen. Angetreten sind dieses Jahr Unternehmen aus 25 Staaten mit Hunderten verschiedenen Filets, Ribeyes und Entrecôtes. Es werden jeweils mehrere Gold-, Silber- und Bronzemedaillen vergeben. Zum Gesamtsieger gekürt hat die Jury – wie bereits letztes Jahr – ein Steak aus Finnland. Rund ein Jahr hätten die Vorbereitungen auf den Wettbewerb gedauert, erklärt Egger. «Viele Beteiligte entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Landwirtschaft bis zur Verarbeitung – haben sich in dieser Zeit mit dem perfekten Steak beschäftigt.» Die wirklich grosse Herausforderung steht für den SVP-Nationalrat nach der Steak-Challenge aber erst noch bevor: der Kampf um seine Wiederwahl kommenden Oktober. Wie sich der Neo-Nationalrat wohl dort metzgen wird?